Postkartenidylle in Naoussa

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02.04.2022

Nach einer erholsamen Nacht, die zumindest ich hatte, werden wir von der Eigentümerin der „Tango Mar“ Bar, so der Name der Strandbar, an dem wir unser Zelt aufgebaut haben, des Platzes verwiesen mit dem Hinweis, dass alles privat wäre und wir somit unerwünscht.

Wir packen und dann brechen wir in Richtung Naoussa auf. Es geht auf kleinen Straßen vorbei an Feldern und Wiesen, die jetzt im Frühling noch grün sind. Die Steigungen sind gering und es lässt sich gut fahren, auch der Wind ist ok heute.

 

Als wir an Mülltonnen vorbei kommen, sehe ich aus dem Augenwinkel etwas beiges auf der Mauer sitzen.

Ich halte an, wir fahren zurück und als ich mir den Gegenstand näher betrachte sehe ich, dass da ein kleiner Plüschlöwe über den Mülltonnen auf die Mauer abgesetzt wurde. Ich quetsche mich durch zur Mauer und hole ihn da runter, betrachte ihn von allen Seiten, rieche dran und befinde ihn als „noch echt gutwertig“.

Es ist nichts dran, er stinkt nicht mal. Ich nenne ihn Clarence und Chris montiert ihn mir vorne auf den Lenker. Von jetzt an reist er mit mir mit und bringt mir Glück. Das hoffe ich jedenfalls.

 

Kurz vor Naoussa machen wir Pause, um eine kleine Fotosession zu machen, der Strand hier ist sehr schön – und nach einer weiteren Stunde kommen wir schließlich in Naoussa an.

Naoussa ist ein wunderschöner kleiner Ort mit weißen Häusern. Gott sei Dank ist es noch sehr ruhig in der Vorsaison und es sind nur wenige Touristen hier. Nicht auszudenken, was hier im Sommer abgehen muss. Da bin ich wirklich froh, dass ich dann nicht mehr hier bin. Naoussa ist wirklich sehr malerisch, wir gehen ein wenig spazieren und als ich an einem älteren Mann vorbei komme, der vor einem Haus mit seiner Komboloi spielt, lasse ich es mir nicht nehmen, ihn um ein Interview zu bitten. Es kommt sein Bekannter hinzu, auch ein ehemaliger Fischersmann, wie er mir erzählt und zusammen erzählen sie mir ein wenig. Das Interview kann man im Video ansehen.

Danach setzen wir unsere Reise nach Südosten hin fort. Wir machen nochmal Pause in Ksifara, wo wir ein wenig unsere mitgebrachten Sachen am Strand essen und dann suchen wir uns einen Schlafplatz in Santa Maria am Strand. Der Strand ist sehr weit von allen Dörfern entfernt und man kommt nicht so einfach her, deswegen ist hier niemand und wir haben unsere pretty good privacy. Wir finden Unterschlupf in einer Strandbude, die im Sommer zu einer Tauchschule gehört und die jetzt noch zu hat. Dort bauen wir unser Zelt auf. Da es super windig ist, können wie leider kein Lagerfeuer machen, aber es ist auch so traumhaft schön. Nur der arme Mann bekommt wieder kein Auge zu, da das Zelt im Wind ja so sehr raschelt.

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