[06] Im Flussbett übernachten

Meine Radreise durch Italien führt mich über Weinberge, die zugegebenermaßen absolut flach sind. Also eher Weinebenen, durch die norditalienische Tiefebene.

Die Weintrauben sind leider schon abgeerntet. Das wäre eine super Ergänzung zu meinen täglichen Schokoladenexzessen.

Ich habe ziemlich Glück mit dem Wetter. Seit ich in Italien bin, scheint mehr die Sonne, als dass es regnet.

Gegen Abend mache ich eine Ausnahme. Und übernachte “in” einem Flussbett. Normalerweise gilt die Regel: Niemals in einem Flussbett zu übernachten.

Beim Tagliamento sehe ich, trotz angekündigtem Regen,  aber keine große Gefahr.

Als “bedeutendster der letzten Wildflüsse, der Alpen” (Wikipedia), führt dieser nur nach starken Regenfällen Wasser.

Es ist nicht ganz leicht, mein Tarp windstabil aufzubauen. Der lose Kies bietet keinen Halt für meine Heringe. Ich muss mit Steinen improvisieren. Davon gibt es mehr als reichlich.

Gegen Mitternacht fängt es dann auch an zu regnen.

Angeblich gibt s ja Menschen, die als Beruhigung oder zum einschlafen, sich Regen auf Zelt Geprassel anhören.

Ich bezweifle, dass diese Aufnahmen in der original Lautstärke abgespielt werden. Mich hält der Regen eher vom Einschlafen ab.

Morgens, als ich wach werde, regnet es noch immer. Deshalb bleibe ich noch ne Stunde liegen.

Mein Zelt ist von der Straße aus zu sehen.

Ein Auto fährt auf dem Schotterweg vorbei. Hält an. Hupt.

Ich strecke den Kopf raus. Auto zeigt Daumen nach oben. Ich zeige Daumen nach oben. Auto fährt weiter.

Ich lege mich nochmal ne Stunde hin, bis es endlich aufhört zu regnen.

So gerade schaffe ich es im Trockenen meine Sachen zusammenzupacken. Frühstück verschiebe ich auf etwas später, wenn ich einen trockenen Unterstand gefunden habe.

Ich fahre weiter zum Meer.

[05] Zucker im Kaffee

Ein großer Vorteil meiner Art zu Reisen, ist, dass ich frei bin und einfach im Wald übernachten kann.

Ein großer Nachteil ist: ich schlafe im Wald.

Italien ist schön.

Und sehr angenehm zu befahren. Ich bin aus den Bergen raus und fahre über kleine Landstraßen durch Weinberge, die flach sind.

Wildcampen ist super einfach.

In dieser Episode gibt es herausragend gute Musik, ich überquere einen Fluss und durchquere Tunnel. Schön.

[04] Alpe Adria Trail, über die italienische Grenze

Ich fahre weiter durch den Regen, zumindest ist es warmer Regen.

Mein Mikrofon leidet im ersten Abschnitt an zu viel Nass und sorgt leider für schlechte Soundqualität. In der zweiten Hälfte wird das aber besser.
In Österreich ist die Beschilderung so großartig ausführlich, dass ich da als Deutscher schon neidisch werde.

Der Regen setzt auch mein Telefon für zwei Tage schachmatt, gut das der Weg so gut ausgeschildert ist.

Auf der Italienischen Seite läuft der Alpe Adria Trail über eine Bahnstrecke, die als Radweg umgebaut wurde.

Sehr schön

03 – Wormser Hütte

Der dritte Teil meiner Alpenweitwanderung.

Mittlerweile wird die gesamte Tour vom Wetter bestimmt.

Bei gutem Wetter gehe ich auf den Berg. Dann verändert sich das Wetter, es fängt an zu regnen und ich muss wieder absteigen.

Ich starte bei Schruns und übernachte auf der Wormser Hütte. Erst hatte ich geplant, ein paar Tage auf dem Berg zu bleiben. Der Wettergott meinte aber: im Tal ist es bestimmt auch schön.